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DEBATTEN & WORKSHOPS >>

In den Debatten diskutieren Sie mit Expertinnen und Experten – die Workshops bieten Raum für praktische Experimente. Sie haben die Wahl! Untenstehend finden Sie die unterschiedlichen Angebote vom Samstag, 14. November, 14.30 bis 16.00 Uhr.


WORKSHOP A >> Beteiligung in Bewegung. Visionen inklusiver Gesellschaft in künstlerischer Perspektive

Mit: Artist*innen des Circus Sonnenstich/Zentrum für bewegte Kunst, Michael Pigl-Andrees & Anna-Katharina Andrees, Circus Sonnenstich/Zentrum für bewegte Kunst

Wie entstehen Bewegungen? Wie können wir Bewegungen vermitteln, so dass ALLE sie verstehen? Wie kann man durch das Erarbeiten von EINFACHEN Strukturen über sich hinaus wachsen? Die Artisten*innen des Circus Sonnenstich sind Expert*innen für Bewegungskünste. Im Zentrum des Workshops steht die Frage: Wie kann inklusionsorientierte künstlerische Arbeit mit den Mitteln des Zirkus und der Bewegungskünste ganz praktisch realisiert werden?

Sie sind eingeladen, sich mit den Artist*innen und den Leiter*innen des Circus Sonnenstich auf die Suche zu begeben und die Kunst des EINFACHEN Anfangs selbst zu erproben.

Bitte bringen Sie für diesen Workshop bequeme Kleidung mit!


WORKSHOP B >> Empowerment für Beteiligung. Wie geht das im Schnittfeld von Schule und Kulturverein?

Mit: Dominik Rauer, Annalena Groß, Nina Weidelener, Leonardo Nicola, Thomas Epple (Leitung), Musikmentor*innen Baden-Württemberg.

Musikbegeisterte Schüler*innen können sich in Baden-Württemberg zu Musikmentor*innen ausbilden lassen. Diese engagieren sich anschließend in der musikalischen Jugendarbeit – sowohl in Musikvereinen als auch in Schulen. Neben einer soliden musikalischen Grundbildung gehören organisatorische, kommunikative und pädagogische Kompetenzen zu den Zielen der Ausbildung. In diesem Workshop erfahren Sie von jugendlichen Musikmentor*innen, worauf es bei dieser Form des Empowerments ankommt und was sie selbst daraus machen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von Engagement im (außerschulischen) Musikverein und ihrer Kooperation mit Schulen. Der Workshop wird geleitet von erfahrenen und frisch ausgebildeten Musikmentor*innen. 

Weitere Informationen

Musikmentorenausbildung


DEBATTE 1 >> Partizipation zwischen Ganztag, Freiraum und digitalen Welten. Beteiligung und Kulturelle Bildung im Spiegel der Jugendforschung

Mit: Angela Tillmann, Fachhochschule Köln, Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, Ivo Züchner, Philipps-Universität Marburg, Susanne Keuchel, Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung // Moderation: Tom Braun, BKJ

Welchen Beitrag kann und soll kulturelle Kinder- und Jugendbildung für gelingende Partizipation junger Menschen leisten? Wo liegen ihre besonderen Potenziale? Der Titel des nächsten Kinder- und Jugendberichtes liefert den thematischen Hintergrund des Expert*innen-Gesprächs. „Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten - Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter“. Er stellt die Frage nach den Einflussfaktoren,  die den Alltag Jugendlicher heute prägen,  in den Mittelpunkt: Freunde und Familie, Schule und digitale Kommunikation. Die Debatte beginnt mit Eingangsstatements der drei Referent*innen und öffnet sich anschließend für die Teilnehmenden.

Angela Tillmann erläutert, welche Rolle digitale Medien und Räume für die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen spielen. Außerdem gibt sie einen Einblick, welche Formen der Partizipation junge Menschen täglich leben und welche sie sich wünschen.

Ivo Züchner spricht  vor dem Hintergrund seiner Forschungen zur Ganztagsschule zu der Frage, wie Kinder und Jugendliche sich in ihrer Lebenspraxis durch Schule bestimmt sehen – und inwiefern sie Schule als Ort der Selbstbestimmung, individueller Lebensführung sowie der Teilhabe (ein)schätzen.

Susanne Keuchel berichtet von den Interessen junger Menschen in Hinsicht auf kulturelle Teilhabe – und nimmt auch in den Blick, wie die Vorstellung von Kindern und Jugendlichen von Teilhabe und Partizipation in Bezug auf Kultur und Kunst von denen der meisten Erwachsenen abweichen.


DEBATTE 2 >> Beteiligung braucht Freiräume. Vor welche Herausforderungen stellt der Partizipationsanspruch Strukturen und Fachkräfte der Kulturellen Bildung?

Mit: Christoph Grothaus, barner 16, Hamburg, Peter Kamp, Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen // Moderation: Viola Kelb, Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung

Wenn wir das Ziel einer „neuen Kultur der Partizipation von Kindern und Jugendlichen“ ernsthaft erreichen wollen, wie müssen sich dann unser professionelles Handeln und unsere Einrichtungsprofile verändern? Wie muss die Qualifizierung von Fachkräften möglicherweise weiterentwickelt werden? Diesen Fragen stellt sich die Debatte nach zwei kurzen Inputs von Christoph Grothaus und Peter Kamp.

Christoph Grothaus ist Regisseur, Komponist, Musiker und Produzent. Darüber hinaus arbeitet er als künstlerischer Leiter für Musik- und Theater-Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Dies tut er oft in inklusiven Settings sowie im Schnittfeld von Kunst und Schule. Dabei stellt er sich immer Fragen wie der, wie eine Regiearbeit mit 40 Dramaturginnen und Dramaturgen in einem Schulprojekt optimal gelingen kann.

Die Förderung von Partizipation und Selbstorganisation gehört zu den grundlegenden Charakteristika von Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen in all ihrer Vielfalt. Peter Kamp ist als Vorsitzender des Bundesverbandes der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen und Vorstandsmitglied der BKJ sowie durch seine Tätigkeit in der Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste / Jugendkunstschulen NRW immer wieder mit der Frage nach der Weiterentwicklung der Qualifizierung von Fachkräfte konfrontiert, unter anderem im Qualifizierungsprogramm „Kultur und Schule“ in NRW.

Weitere Informationen

> Christoph Grothaus

> Peter Kamp

> Viola Kelb


DEBATTE 3 >> Kinder- und jugendgerechte Kommune. Welchen Beitrag kann/soll kulturelle Bildungsarbeit leisten – welche Verantwortung hat sie?

Mit: Waldemar Stange, Leuphana Universität Lüneburg, Jana Schröder, Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“, Kurt Eichler, Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit Nordrhein-Westfalen // Moderation: Kerstin Hübner, BKJ

Im Mittelpunkt der Debatte stehen folgenden Fragen: Wie können wir mehr Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den Kommunen erreichen? Wie sehen kinder- und jugendgerechte Kommunen aus? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit junge Menschen nicht nur gehört, sondern ihre Positionen in Planungs- und Entscheidungsprozesse auch einbezogen werden? Welche Anforderungen ergeben sich für die kommunalen Verwaltungen? Welche Rolle nehmen die Freien Träger der Kulturellen Bildung hierbei ein? Und welche Voraussetzungen müssen Kommunen schaffen, damit Freie Träger überhaupt in die Lage versetzt werden, ihr Potenzial für mehr kommunale Jugendbeteiligung zur Wirkung zu bringen?

Weitere Informationen

> Jana Schröder

> Kurt Eichler

> Kerstin Hübner


DEBATTE 4 >> Verschiedenheit als Normalfall in der Kulturellen Bildung? Zum Zusammenhang von Diversity und Partizipationsanspruch

Mit: Irmgard Merkt, TU Dortmund, Nina Stoffers, Stiftung Universität Hildesheim // Moderation: Anja Schütze, BKJ

Für die Kulturelle Bildungspraxis, so wie die BKJ und ihre Mitglieder sie verstehen, gilt das Ziel von Inklusion im Sinne von Verschiedenheit als Normalität. Wie ist vor diesem Horizont ein umfassender Partizipationsanspruch zu realisieren, wie befähigen wir zur Partizipation unabhängig von Zuschreibungen? Menschen werden in der Wahrnehmung ihres Rechtes auf Beteiligung unter anderem aufgrund von Zuschreibungen benachteiligt. Wie gehen wir in der Praxis der Kulturellen Bildung damit um? Einerseits müssen  zuweilen besondere Bedingungen geschaffen werden, damit Partizipation möglich wird. Gleichzeitig können diese besonderen Bedingungen  Zuschreibungen manifestieren und sich damit diskriminierend auswirken. Wie gelingt es, dieses Dilemma in der künstlerischen und kulturellen Arbeit fruchtbar zu machen? Wie müssen sich Strukturen und Einrichtungsprofile, aber auch künstlerische Inhalte und Erarbeitungsphasen  gegebenenfalls ändern? Diese Fragen stehen im Zentrum der Debatte.

Weitere Informationen

> Irmgard Merkt

> Nina Stoffers

> Anja Schütze


DEBATTE 5 >> Neue Wege der Beteiligung in Kultureinrichtungen

Mit: Raphaela Müller, Stadtbibliothek München, Stefan Ebenfeld, DB Museum Nürnberg, Birgit Mandel, Stiftung Universität Hildesheim // Moderation: Susanne Rehm, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg

Anhand von Beispielen gelungener – und weniger gelungener – Praxis haben Sie in dieser Debatte die Gelegenheit, Wege der stärkeren Beteiligung in Kultureinrichtungen zu diskutieren.

Die Münchner Stadtbibliothek hat mit der Abteilung "update. jung & erwachsen" ein Programm- und Medienangebot für junge Erwachsene ab 15 Jahren geschaffen, welches auf unkonventionelle Art und Weise Anreize zur kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Partizipation und Meinungsbildung liefert. Im Fokus steht dabei die kreative, aktive Arbeit mit den Freizeit- und Unterhaltungsmedien, sowie die Etablierung medienpädagogischer Projekte. Zudem beteiligt sich update an Projekten und Veranstaltungen der kommunalen Kulturszene für junge Erwachsene und soll einen Raum für junge Kulturschaffende bieten. Dieser Raum muss nicht zwingend an einzelne Bibliotheksstandorte gebunden sein, sondern kann im gesamten städtischen Raum sowie auch online auf diversen Plattformen stattfinden.

Mit dem Kinderbeirat am DB Museum versucht die Einrichtung, Kinder als Besucherzielgruppe aktiv in die Museumsarbeit einzubinden. Denn der Kinderbeirat erhält tatsächlich Macht. Bei neuen Ausstellungen werden zunächst Ideen mit den Kindern ermittelt, anschließend gehen diese dann an die Agentur, die zur weiteren Zusammenarbeit mit den Kindern verpflichtet ist. Dabei entsteht viel Neues, mit dem keiner gerechnet hat. Voraussetzung allerdings ist, dass man bereit ist, in der Planung auch grundsätzliche Veränderungen zu akzeptieren.

Birgit Mandel hat  im Rahmen eines Forschungsprojekts für das Land NRW an sechs großen öffentlichen Theatern und einem Museum untersucht, wie es traditionellen Kultureinrichtungen gelingen kann, sich über partizipative Projekte mit neuen Nutzer*innen, die nicht zum Stamm-Klientel gehören, zu verändern. Unter welchen Bedingungen haben solche partizipativen Projekte, z. B. mit Jugendlichen, die in unterschiedlichen Lebenslagen aufwachsen, Auswirkungen auf Kommunikation, Rahmenbedingungen, aber auch auf die Programme, das Personal und die Zielausrichtung der Einrichtungen?


DEBATTE 6 >> Partizipation – Sperrgut im Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Förderpolitik und Governancemodellen?

Mit: Andreas Thimmel, Fachhochschule Köln, Roland Roth, DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration // Moderation: Max Fuchs, Universität Duisburg-Essen/BKJ

Die Debatte nimmt aus jugend- und bildungspolitischer Perspektive die Begriffe Subsidiarität, Partizipation und new governance im Rahmen aktivierender Sozial- und Bildungspolitik in den Blick. Wer stellt die – insbesondere bildungspolitischen – Weichen? Demokratisch legitimierte zivilgesellschaftliche Akteure, Ministerialbeamte oder Stiftungen? In welchem Abhängigkeits- und Kräfteverhältnis stehen diese Akteure und wie wirkt sich dies auf die Konzepte und Ziele Kultureller Bildung aus? Wird die zivilgesellschaftliche Mitbestimmung der freien Träger aktuell durch pseudopartizipative Prozesse ausgehebelt? Geraten die Träger trotz partizipativer Prozesse zunehmend in die Rolle von Dienstleistern? Und: Wieviel Raum lässt eine evidenzbasierte Förderpolitik für Partizipation von Kindern und Jugendlichen?

Weitere Informationen

> Andreas Thimmel

> Roland Roth

> Max Fuchs



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